# Massiver Firewall-Zugangsdaten-Leak gefährdet Zehntausende von Organisationen weltweit

> Ein massiver Leak von Zugangsdaten hat rund 74.000 Fortinet-Firewall-Geräte in fast 200 Ländern offengelegt – hier erfahren Sie, was Unternehmen jetzt tun müssen, um geschützt zu bleiben.

Source: https://loopbackup.com/de/blog/massive-fortinet-firewall-credential-leak-2026
Publisher: Loop Backup
Content language: de

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Ein kürzlich aufgedeckter Cyber-Sicherheitsvorfall hat eine der größten bekannten Sammlungen kompromittierter Zugangsdaten für Unternehmens-Firewalls ans Licht gebracht und setzt Organisationen aus nahezu jeder Branche einem Risiko aus.

Sicherheitsforscher haben herausgefunden, dass Angreifer erfolgreich Anmeldeinformationen von Zehntausenden internetzugänglichen Fortinet-Firewall-Geräten gesammelt haben. Dies ermöglicht potenziellen Zugang zu Unternehmensnetzwerken großer globaler Organisationen. Berichten zufolge sind betroffene Unternehmen unter anderem Technologieanbieter, Logistikdienstleister, Fertigungsunternehmen, Finanzorganisationen, Regierungsbehörden und Rüstungsunternehmen.

## Wie der Angriff ablief

Statt eine einzelne Software-Schwachstelle auszunutzen, konzentrierten sich die Angreifer auf internetzugängliche VPN- und Remote-Access-Dienste.

Mit einer hochautomatisierten Infrastruktur durchsuchten sie das Internet nach Fortinet Remote-Access-Portalen, bevor sie groß angelegte Passwortangriffe gegen Hunderttausende von Systemen starteten. Sobald gültige Zugangsdaten identifiziert waren, konnten die Angreifer vertrauenswürdigen Zugang zu den Unternehmensnetzwerken herstellen.

Forscher glauben, dass die Angreifer danach versuchten, tiefer in die betroffenen Umgebungen vorzudringen, indem sie Authentifizierungsdienste wie Microsoft Active Directory und RADIUS-Server ins Visier nahmen. Dies ermöglichte es ihnen, ihren Zugang über die ursprüngliche Firewall hinaus zu erweitern und potenziell kritische Geschäftssysteme zu erreichen.

## Passwort-Cracking im industriellen Maßstab

Einer der besorgniserregendsten Aspekte der Operation war die eingesetzte Rechenleistung.

Ermittler fanden Beweise dafür, dass die Angreifer einen dedizierten GPU-Cluster betrieben, der speziell zum Knacken von abgefangenen Authentifizierungs-Hashes entwickelt wurde. Anstatt sich auf einfache Passwortlisten zu verlassen, lernte das System kontinuierlich aus zuvor geknackten Passwörtern und generierte im Verlauf des Angriffs immer genauere Passwortkombinationen.

Dieser adaptive Ansatz erhöhte die Erfolgsrate im Vergleich zu traditionellen Passwortangriffen erheblich.

## Organisationen weltweit betroffen

Forscher schätzen, dass etwa **74.000 Fortinet-Geräte** über mehr als **21.000 öffentliche IP-Adressen** kompromittiert wurden.

Die betroffenen Organisationen erstrecken sich über fast **200 Länder** und umfassen Unternehmen aus Sektoren wie:

- Informationstechnologie
- Telekommunikation
- Finanzdienstleistungen
- Fertigung
- Baugewerbe
- Ingenieurwesen
- Regierung
- Verteidigung
- Kritische Infrastruktur

Mehrere multinationale Organisationen sollen in den geleakten Datensätzen aufgetaucht sein, was das globale Ausmaß der Kampagne unterstreicht.

## Warum Firewalls ein primäres Ziel sind

Unternehmens-Firewalls bieten oft sicheren Fernzugriff für Mitarbeiter, Auftragnehmer und Administratoren.

Da diese Geräte am Rande des Netzwerks einer Organisation sitzen, kann deren erfolgreiche Kompromittierung Angreifern einen direkten Zugang zu internen Systemen ermöglichen, ohne zusätzliche Sicherheitskontrollen umgehen zu müssen.

Aus diesem Grund sind Firewall-Appliances nach wie vor eines der attraktivsten Ziele für Cyberkriminelle und staatlich unterstützte Bedrohungsakteure.

## Was Unternehmen sofort tun sollten

Jede Organisation, die Fortinet Remote Access nutzt, sollte diesen Vorfall ernst nehmen.

Empfohlene Maßnahmen umfassen:

- Setzen Sie alle VPN- und Administratorpasswörter zurück.
- Erzwingen Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für jedes Remote-Access-Konto.
- Überprüfen Sie Firewall- und VPN-Authentifizierungsprotokolle auf ungewöhnliche Anmeldeaktivitäten.
- Überprüfen Sie Active Directory und privilegierte Konten auf unerwartete Änderungen.
- Stellen Sie sicher, dass Fortinet-Appliances vollständig mit den neuesten Sicherheitspatches aktualisiert sind.
- Entfernen Sie unnötige, internetzugängliche Verwaltungsschnittstellen.
- Überwachen Sie verdächtige laterale Bewegungen innerhalb des Netzwerks.

Selbst Organisationen, die keine bestätigte Kompromittierung erlebt haben, sollten davon ausgehen, dass offengelegte Zugangsdaten möglicherweise in zukünftigen Angriffen verwendet werden könnten.

## Warum unabhängige Backups wichtig sind

Vorfälle wie dieser zeigen, dass Perimeter-Sicherheit allein keinen Schutz garantieren kann.

Wenn Angreifer Administratorzugriff erlangen, können sie Daten verschlüsseln, Cloud-Inhalte löschen, Sicherheitskontrollen deaktivieren oder Microsoft 365 und andere SaaS-Plattformen kompromittieren.

Ein unabhängiges, unveränderliches Backup stellt sicher, dass kritische Geschäftsdaten wiederhergestellt werden können, selbst wenn Produktionssysteme oder Administratorkonten kompromittiert werden.

Cybersicherheit bedeutet nicht mehr nur, Angriffe zu verhindern. Es geht ebenso darum, sicherzustellen, dass Ihre Organisation sich schnell erholen kann, wenn sie auftreten.

## Schützen Sie Ihr Unternehmen mit Loop Backup

Loop Backup bietet unveränderliche, unabhängige Cloud-Backups, die auch dann sicher bleiben, wenn Angreifer Ihren Perimeter durchbrechen – entdecken Sie [Enterprise Cloud Backup](/cloud-backup-enterprise) für resilienten, Air-Gapped-Schutz, oder sehen Sie, wie unsere [Ransomware Sync Protection](/ransomware-sync-protection) Ihre Microsoft 365- und Google Workspace-Daten nach einem Angriff wiederherstellbar hält.
